Beratungsgespräch mit Datenunterstützung: E-Health-Gesetz verbessert das Gesundheitswesen

Foto: ISTOCK

Digitalisierung stärkt Ärzte

Das E-Health-Gesetz ermöglicht vielfältigen Fortschritt, zeigt eine Studie von Deutsche Bank Research

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Deutschland entwickelt sich zum ­internationalen Vorreiter der Digi­tali­sierung in der Gesundheits­wirtschaft. So lautet das Fazit einer neu­en Untersuchung von Deutsche Bank ­Research zum Fortschritt des 2015 gestarteten E-Health-Gesetzes (EHG). „Deutschland hat die Weichen zwar spät, aber dafür umso entschiedener in Richtung digitale Modernisierung gestellt“, erklärt der Studienautor und Analyst von Deutsche Bank Research Josef Auer. „Viele Schwellen- und Entwicklungsländer blicken derzeit gespannt nach Deutschland, und auch in den USA dürfte das deutsche Experiment auf Interesse stoßen.“

Das deutsche E-Health-Gesetz begleitete 2015 die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte und regelt unter anderem den Datenschutz bei der Einrichtung einer neuen digitalen Infrastruktur, die bis Mitte 2018 allen Arztpraxen und Krankenhäusern zur Verfügung stehen soll. Das bietet auf mehreren Ebenen Vorteile:
• Wichtige Gesundheitsdaten der Patienten stehen immer aktuell zur Verfügung. In Zukunft können Patienten auf Wunsch persönliche Daten speichern und mithilfe von Apps selbst nutzen.
• Die IT-Systeme im Gesundheitsbereich sollen besser als bisher Daten austauschen können. Das schafft auch neue Möglichkeiten für die Telemedizin.
• Die Zusammenführung von Informa­tionen eröffnet neue Analysemethoden. „Die Potenziale von Big Data zum Wohl der Patienten sind längst nicht ausgeschöpft“, so Auer.

Erste praktische Auswirkung wird die flächendeckende Einführung von Videosprechstunden sein. „Gerade auf dem Land oder bei chronisch Kranken hat das immense Vorteile“, so Auer. In der Schweiz etwa können Patienten heute rund um die Uhr telefonisch Kontakt zu kompetenten Ärzten aufnehmen. Das deutsche Gesetz geht deutlich weiter und strebt Videosprechstunden als neuen Standard an.

Die Studie
Deutsche Bank Research: „Digitalisierung stärkt Gesundheits­versorgung“, kostenlos downloadbar unter www.dbresearch.de

Grafik:
Markt für digitale Gesundheit wächst weltweit kräftig

Markt für digitale Gesundheit wächst weltweit kräftig

Markt für digitale Gesundheit wächst weltweit kräftig

Prognostizierter Umsatz verschiedener Segmente im digitalen Gesundheitsmarkt (in Milliarden US-Dollar) zeigt auch in den kommenden Jahren stabiles Wachstum

Quelle: Roland Berger 2016



  • Wireless Health (z. B. Vernetzung von Daten)
  • Mobile Health (z. B. tragbare Geräte)
  • Telehealth (z. B. Videosprechstunden)
  • EMR/EHR (medizinische Datenbanken)

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