Deutsche mittelständische Unternehmen zeigten sich in der Krise widerstandsfähig, das wirkt sich jetzt auf den Arbeitsmarkt aus

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Europas Firmen in Bewegung

Eine aktuelle Studie vergleicht die Entwicklung der Unternehmenszahlen in Europa während und nach der Krise. Deutschland schneidet dabei am besten ab

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Der demografische Wandel in der Arbeitswelt ist ein oft beschriebenes Thema. Eine andere wichtige Entwicklung wird dagegen viel seltener diskutiert: die Demografie der Unternehmen. Eine aktuelle Studie von Deutsche Bank Research zeichnet jetzt die Entwicklung europäischer Firmen in den vergangenen Jahren nach. Ergebnis: Kleine und mittlere Unternehmen wurden von der Krise besonders hart getroffen, international agierende Großunternehmen entwickelten sich ebenso wie Mikrofirmen mit weniger als zehn Beschäftigten erkennbar stabiler.

„Kleine und mittlere Unternehmen waren in den letzten Jahren die großen Verlierer in den Euro-Krisenländern“, schreibt Autor Stefan Vetter in seiner Studie. Deutsche Unternehmen entwickelten sich dagegen sichtlich positiver.„Unternehmen aller Größen haben zahlenmäßig trotz der Krise deutlich zugenommen, was den erfreulichen Verlauf auf dem Arbeitsmarkt erklärt“, so Studienautor Vetter. Als wichtigste Ursache dafür, dass größere Unternehmen überproportional stark wachsen konnten, sieht er die stärkere Exportorientierung: „Mit zunehmender Größe profitieren Unternehmen mehr vom höheren Wachstum außerhalb der Eurozone.“ Der Erfolg deutscher Mittelständler im europäischen Vergleich spiegelt sich auch in der Finanzierung wider: Für die meisten heimischen Firmen ist der Zugang zur passenden Finanzierung ein relativ kleines Problem – sie können sich ganz auf die Gewinnung von Kunden konzentrieren, ergab eine internationale Umfrage.

 

Die Studie
Deutsche Bank Research: „Unternehmensdemographie und -dynamik in Europa.“ www.dbresearch.de/results_unternehmenslandschaft

99,8%

der europäischen Firmen zählten 2012 zu den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), 92,1 Prozent haben höchstens zehn Mitarbeiter. KMU tragen etwa 57,6 Prozent der Wertschöpfung.


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