Warenumschlag in Hong Kong: Unternehmen wollen keine Überraschungen bei der Bezahlung erleben

Quelle: mayichao/iStock

Deutsche Firmen schützen sich

Absicherungen gegen schwankende Währungen und Zinsen sind beliebt, zeigt eine aktuelle Umfrage

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Deutschlands Exportunternehmen sind erfolgreich: Waren im Wert von fast 1300 Milliarden Euro wurden im vergangenen Jahr im Ausland verkauft – ein Wachstum von 6,3 Prozent im Vergleich zum Jahr davor, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse mit. Die Importe wuchsen sogar um 8,3 Prozent.

Wichtiges Problem für Unternehmen mit viel Außenhandel außerhalb des Euro­raums: Schon geringe Kursschwankungen können massiven Einfluss auf die Gewinnsituation haben. Eine große Zahl deutscher Unternehmen sichert sich deshalb ab, ergab jetzt eine aktuelle Umfrage der Deutschen Bank unter rund 300 deutschen Unternehmen aller Größenklassen und Branchen. Dabei zeigte sich: Rund jedes vierte Unternehmen schützt 90 Prozent seiner Währungspositionen oder mehr, insgesamt rund zwei Drittel der Unternehmen sichern mindestens 30 Prozent der Währungspositionen.

Mehr Schutz für kleine Firmen

„Gerade kleinere Unternehmen mit weniger als 25 Millionen Euro Jahresumsatz sichern dabei relativ häufig ihre Währungsposi­tionen in voller Höhe ab“, erklärt Christian Mielke, Leiter der Spezialberatung Zins- und Währungsmanagement der Deutschen Bank. „Das ist kein Wunder, denn plötzliche Kursveränderungen wirken sich bei ihnen oft besonders negativ aus.“

Es dominieren abgesicherte Laufzeiten bis sechs Monate, aber auch Absicherungen bis zu drei Jahren werden getätigt. Und bei über einem Drittel der Befragten kommen neben Termingeschäften auch Optionen oder strukturierte Produkte zum Einsatz.

Auch bei den derzeit historisch niedrigen Zinsen setzen viele Unternehmen auf Absicherung. Ein Viertel der Unternehmen trennt zwischen Liquiditätsbeschaffung und Zinsversteuerung, davon nutzt etwa ein Drittel Derivate wie Swaps für die Ab­sicherung gegen Zinsschwankungen.

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Grafik:
Firmen wollen Sicherheit

Firmen wollen Sicherheit

Firmen wollen Sicherheit

Die Grafik zeigt, wie viele Firmen sich in welcher Höhe absichern (blaue Balken in Prozent). Nur 14 Prozent der Unternehmen verzichten ganz auf den Schutz von Währungskursen und Zinssätzen. Immerhin rund ein Viertel (26 Prozent) sichert mindestens 90 Prozent der eigenen Positionen ab.

Quelle: Deutsche Bank 2018

Absicherungsquote


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