Roboter in der Produktion: Wegen seiner starken Industrie galt Deutschland vor zehn Jahren als „kranker Mann Europas". Das ist heute anders.

Foto: Caro/Oberhaeuser

Industrie dringend gesucht

Die EU-Kommission hat sich das Ziel gesetzt, den Industrieanteil in Europa bis 2020 auf 20 Prozent zu steigern. Deutschland ist so weit, aber kann auch der Rest Europas folgen?

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Noch vor ein paar Jahren stand es um das Image der Industrieproduktion in Europa nicht zum Besten – die „Dienstleistungsgesellschaft“ war angesagt. Doch inzwischen erlebt die Wertschätzung für das verarbeitende Gewerbe eine Renaissance, nicht zuletzt wegen des Erfolges Deutschlands mit seinen lange gewachsenen Industriestrukturen. Zuletzt gab sogar die EU-Kommission das Ziel vor, bis 2020 den Anteil der Industrieproduktion an der Bruttowertschöpfung auf 20 Prozent zu steigern. „Das Ziel ist zu ambitioniert und wird auf absehbare Zeit nicht erreicht werden können“, schreiben die Deutsche Bank Research Analysten Eric Heymann und Stefan Vetter in einer Studie zur Rolle der Industrie in Europa. Denn statt zu steigen, sinkt der Industrieanteil. Dennoch, so lautet ein Fazit der Studie, sendet die EU-Kommission mit der Zielvorgabe ein wichtiges politisches Signal: Weil die Industrie zukünftig größere Bedeutung für Europa haben sollte, braucht sie die richtigen Rahmenbedingungen.

Die Studie

Deutsche Bank Research: „Re-Industrialisierung Europas: Anspruch und Wirklichkeit“,
www.dbresearch.de/results_re-industrialisierung

Aktuelle Grafik: „Fünf Fragen zu Europas Industrie“
www.dbresearch.de/results_re-industrialisierung-visual

 

 


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